17. Oktober 2014: „Klassische Kopierer sind in Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß“

Neues Service-Konzept zum Scannen, Kopieren und Ausdrucken in der Staatsbibliothek zu Berlin

 

 

Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet mit ihren umfassenden und zum Teil einzigartigen Beständen einen wichtigen Lern- und Arbeitsort für die wissenschaftliche Forschung. Besonders der Standort im Haus Unter den Linden mit seinen im März 2013 eröffneten neuen Lesesälen präsentiert sich als Historische Forschungsbibliothek ersten Ranges. Allein im Allgemeinen Lesesaal befinden sich 265 sehr gut ausgestattete Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe von zunächst 130.000 Bänden Freihandliteratur, die in den nächsten Jahren auf 290.000 Bände steigen sollen.


Kopierzentren komplett umgestellt
Zu dem hohen Service-Anspruch der Bibliotheksverantwortlichen gehören neben der komfortablen Nutzung der Bestände und Online-Angeboten auch hochwertige Reproduktionsmöglichkeiten. Gefragt sind neben dem Bildergebnis vor allem eine einfache Handhabung und die elektronische Weiterverarbeitung, analysierte die BiblioCopy GmbH, die als Dienstleister für das Betreiberkonzept verantwortlich ist.

„Die Nutzerstruktur der Staatsbibliothek zu Berlin ist sehr heterogen. Sie umfasst sowohl ein technik-affines, meist studentisch geprägtes Publikum, das nach schnellen und günstigen Kopiermöglichkeiten verlangt als auch internationale Wissenschaftler, die ihre Forschungsergebnisse und Reproduktionen elektronisch auf Wechseldatenträger abspeichern wollen“, beschreibt Jule Pomierski von BiblioCopy die Herausforderung.

Viele Bibliotheken orientieren sich in ihren Kopierzentren noch an Mischkonzepten. Neben herkömmlichen Kopiergeräten kommen Aufsichtsscanner als Zusatzkomponente für Scan- und Kopierdienste zum Einsatz. Doch solange klassische Kopierer zum Einsatz kommen, bleiben die Nachteile weiter bestehen. Aufgrund der unterschiedlichen Formate der Vorlagen ist das Vervielfältigen oftmals mit komplizierten Änderungen der Einstellungen verbunden. Oft entspricht das Ergebnis nicht den Erwartungen, sei es aufgrund eines falsch erkannten Formats oder gestauchter Buchstaben im Buchfalz. Und schließlich stellen Kopiergeräte eine große Belastung für die Bibliotheksbestände dar.


„Klassische Kopierer sind in Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß. Buchscanner entsprechen sowohl den Anforderungen der Bestandserhaltung als auch den Kundenwünschen nach einer einfachen und qualitativ hochwertigen Kopie“, so die eindeutige Meinung von Jule Pomierski.
Als eine der ersten Bibliotheken in Deutschland vollzog die Staatsbibliothek zu Berlin deshalb einen Paradigmenwechsel bei der Ausstattung der Kopierzentren: ‚Keine herkömmlichen Kopierer mehr, sondern die konsequente Umstellung auf Aufsichtsscanner’, lautete die Devise.
Für diese klare Vorgabe entwickelte BiblioCopy ein aufeinander abgestimmtes Konzept zum Scannen, Kopieren und Ausdrucken, das umfangreiche digitale Dienstleistungen in Selbstbedienung und in Auftrag mit einem kompetenten Service verbindet.

Zeitliche Herausforderung
Herzstück der technischen Infrastruktur sind Zeutschel Aufsichtsscanner der Modell-reihe ‚zeta’. „Wir haben verschiedene Scanner der vier großen Hersteller am Markt auf Herz und Nieren geprüft. Die wichtigsten Kriterien waren Bedienbarkeit, Schnelligkeit und Scanqualität“, berichtet Harald Herbich .
Besonders angetan zeigte sich das BiblioCopy Team von dem zeta Bedienkonzept. Der rechts am Gerät angebrachte Touchscreen lässt sich intuitiv bedienen. In wenigen, logisch aufgebauten Schritten kommt der Anwender zum gewünschten Ergebnis. Der 12“ große Touchscreen bietet zudem eine Voransicht des Scans. In Kombination mit der automatischen Formaterkennung gehören Fehlkopien damit der Vergangenheit an.

Die integrierte Perfect Book-Software liefert ein optimiertes Bildergebnis gleich beim ersten Scan. So werden Stauchungen im Buchfalz entzerrt und andere störende Elemente wie Finger, die das Buch festhalten, wegretuschiert. Zudem dreht die Software schief aufgelegte Dokumente automatisch ins Hochformat. Mit seinem kompakten und schicken Design passt er auch optisch zu dem eleganten Äußeren der neuen Lesesäle.
Weiterhin präsentiert sich das Zeutschel Modell als sehr ‚kommunikaktiv’. Die Anbindung an die Schwarzweiß-Drucker und das Abrechnungssystem wurde über

Standard-Schnittstellen problemlos realisiert.
Letztere Eigenschaft war für die Umsetzung des gesamten Projekts wichtig, denn der Zeitplan stellte eine große Herausforderung dar. „Anfang 2013 entschied sich die Staatsbibliothek zu Berlin für unser Betreiberkonzept. Nach einem Monat intensiven Tests blieben sechs Wochen Zeit für die Implementierung. Um diese zeitlichen Vorgaben zu schaffen, ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bibliothek, Betreiber und Lieferanten notwendig“, erklärt Harald Herbich .

Doch das Engagement aller Beteiligten hat sich gelohnt: Pünktlich zur Eröffnung der neuen Lesesäle am 21. März 2013 startete auch das Kopierzentrum im Haus Unter den Linden. Im Herbst nahm dann auch die Kopierstelle im Haus am Potsdamer Platz mit den neuen Geräten ihren Betrieb auf.

Umfangreiche digitale Angebote
Insgesamt stehen den Bibliotheksnutzern an beiden Standorten 16 Zeutschel zeta Aufsichtsscanner zur Verfügung, 7 davon im Haus Unter den Linden und 9 Modelle im Haus am Potsdamer Platz. Die Mehrheit der Geräte ist mit Schwarzweiß-Druckern direkt verbunden, so dass sich dort Print-Kopien aus Büchern, Zeitschriften und anderen Vorlagen erstellen lassen. Alle Aufsichtsscanner besitzen zudem einen Steckplatz für USB-Sticks und ein Abrechnungsterminal.
Weitere Output-Optionen wie der Versand per E-Mail oder das Speichern im Netzwerk sind nicht vorgesehen – aus Datenschutzgründen, wie Jule Pomierski betont: „Wir wollten bewusst keine persönlichen Daten erheben beziehungsweise dem Datendiebstahl von vorneherein ausschließen“.
Für die rein elektronische Kopie – egal ob in Schwarzweiß, Graustufen oder Farbe – werden 5 Cent berechnet, dabei sind Auflösungen bis zu 300 dpi und unterschiedliche Ausgabeformate (PDF, Multipage PDF oder JPEG) möglich. Der Ausdruck der gescannten Seite schlägt mit 8 Cent pro DIN-A4-Seite zu Buche. Ein spezielles Kombi-Angebot für Scannen und Ausdrucken kostet 8 Cent pro Vorlagenseite. Über Follow Me-Anwendungen sind auch Ausdrucke in Farbe bis A3 auf speziellen Druckern vorgesehen. Die Bezahlung der Kopien erfolgt über den Bibliotheksausweis. Dieser lässt sich mit einem Kopierguthaben verknüpfen.

Zusätzlich erfüllen die Kopierzentren Reproduktionswünsche in bester Qualität – besonders aus dem schützenswerten Bestand. „Scans von Fotos, Abbildungen oder Karten sowie die Digitalisierung von Dokumenten erledigen wir meist sofort, so dass am Ende eines Forschungstages das Digitalisat abgeholt werden kann oder als Download bereitsteht“, erläutert Jule Pomierski.
Der Service-Gedanke wird bei BiblioCopy sehr groß geschrieben. Das Team leistet deshalb eine umfassende Beratung und Unterstützung bei der Bedienung und Einstellung der Geräte. Jule Pomierski: „Vor allem helfen wir bei der Erstbenutzung und zeigen den Anwendern die vielfältigen Möglichkeiten der Aufsichtsscanner“.

Paradigmenwechsel ist machbar
Nach fast 1 ½-Jahren Betrieb zieht BiblioCopy ein positives Zwischen-Fazit: „Viele, gerade der jüngeren Bibliotheksnutzer, haben das Angebot begeistert aufgenommen und sich gegenseitig in die Bedienung der Geräte eingewiesen“, so Harald Herbich.
Teilweise galt es aber auch Berührungsängste abzubauen und Hemmschwellen zu überwinden. Dies betraf nach seinen Angaben vor allem Nutzer, die bisher nur herkömmliche Kopiergeräte gewohnt waren. „Aber die Vorteile haben am Ende alle überzeugt“.

Angetan sind die Anwender von der Ergebnissicherheit der Geräte. Fehlkopien konnten auf ein Minimum reduziert werden, das spart den Geldbeutel und entlastet die Umwelt. Die ausländischen Bibliotheksbesucher schätzen zudem die verschiedenen Sprachmenüs der Zeutschel Aufsichtsscanner, die eine Bedienung in 12  Sprachen ermöglichen. „Und gibt es mal Rückfragen, ist am Service-Point immer jemand von unserem Team ansprechbar“, ergänzt Jule Pomierski.

Statistisch liegt der Anteil der elektronischen Kopien und der Print-Ausdrucke bei jeweils etwa  50 Prozent. Besonders gerne wird das Kombi-Angebot aus Ausdruck und Speicherung auf USB-Stick wahrgenommen.
Und auch über die Laufzeiten der Geräte äußert sich Jule Pomierski positiv: „Die Aufsichtsscanner sind nahezu immer in Betriebsbereitschaft“. Die Standard-Arbeiten für Wartung und Service führt das BiblioCopy Team selbst durch. Dabei macht sich auch die gute Zusammenarbeit mit dem Zeutschel Vertriebspartner, dem MIK-Center aus Berlin, bezahlt.
„Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Paradigmenwechsel bei der Ausstattung von Bibliotheks-Kopierzentren machbar und für alle Beteiligten – Bibliothek, Betreiber und Nutzer – nur Vorteile bringt“, erklärt Jule Pomierski abschließend.


Die BiblioCopy GmbH
Die selbstverwaltete BiblioCopy GmbH besitzt langjährige Erfahrungen aus den Kopier- und Reprozentren Berlins (Amerika-Gedenkbibliothek, Berliner Stadtbibliothek und Staatsbibliothek zu Berlin). Das Unternehmen versteht sich als moderner Dienstleister für Kopien und Reproduktionen in wissenschaftlichen Bibliotheken. Das qualifizierte Team vereint Fertigkeiten aus dem Druck- und Fotografiegewerbe sowie aus wissenschaftlicher Ausbildung. Als Betreiberfirma wird die technische Ausstattung und Software entsprechend den aktuellen Anforderungen im Bibliotheksbereich ausgewählt. Die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern ist für BiblioCopy eine zentrale Voraussetzung, um individuell die beste Lösung auszuwählen und umzusetzen. http://www.BiblioCopy.de

Die Zeutschel GmbH
mit Sitz in Hirschau bei Tübingen ist führender Spezialanbieter im Bereich Kulturgutschutz und liefert seit über 50 Jahren Geräte, Lösungen und Systeme für das Dokumenten- und Archivmanagement. Mit seinen mehr als 60 Mitarbeitern entwickelt, produziert  und vertreibt Zeutschel Scansysteme, Soft- und Hardwarelösungen wie Campus-Software, Lieferdienst-Software, Bildananalyse-Software, Capturing-Software sowie Mikrofilm-Systeme, Hybridsysteme und Lesegeräte. Die Lösungen und Systeme von Zeutschel werden von Bibliotheken, Archiven, Universitäten, Katasterämtern und Wirtschaftsunternehmen weltweit eingesetzt.

Kontakt:
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